Ärztlicher Direktor
Fachklinikum Brandis
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Aus Hoffnung auf Heilung wenden sich immer mehr Patienten mit Multipler Sklerose alternativen Heilmethoden zu. Doch der Erfolg bleibt fast immer aus.
„Häufig wird die schulmedizinische Behandung abgebrochen, ohne vorher den Arzt zu informieren“, so Professor Berthold Schalke aus Regensburg. Grundsätzlich sollte man von gefährlichen Therapien abraten und harmlose Therapien tolerieren. Die Wirksamkeit der alternativen Behandlungsmethoden sei in der Mehrzahl der Fälle nicht belegt.
Der Markt wird derzeit überschwemmt mit viel versprechenden Alternativtherapien. Ganz oben auf der Liste steht die Frischzelltherapie. Das Verfahren zählt zu den teuersten und zudem gefährlichsten Therapien. Zellen – aus Schafembryonen gezüchtet – werden in den menschlichen Körper injiziert. Dabei kann es zu Überempfindlichkeitsreaktionen kommen, die zum Teil sogar tödlich verlaufen. Auch besteht eine potentielle Gefahr durch die mögliche Übertragung von BSE-Erregern. Eine positive Wirkung konnte wissenschaftlich nicht belegt werden.
Als genauso gefährlich einzustufen ist nach Meinung von Schalke die Schweinehirnimplantation in die Bauchdecke. Als häufige Komplikationen treten Schock, Sepsis oder allergische Enzephalitis auf. Auch bei diesem Verfahren sind bereits einige Todesfälle gemeldet worden. Ähnlich wie bei der Frischzelltherapie kann auch die Einnahme von Thymus-Extrakt zu Überempfindlichkeitsreaktionen führen.












