Psychosoziale Aspekte in der Diabetes-Therapie
   

Symposium im Fachklinikum Brandis

„Soziale und psychologische Dimensionen des Diabetes mellitus“ lautete das Thema eines wissenschaftlichen Symposiums, das im Fachklinikum Brandis stattfand. Wie bereits zur guten Tradition geworden, trafen sich zu dieser Veranstaltung Vertreter der Kostenträger, ärztliche Kollegen aus der hausärztlichen und diabetologischen Schwerpunktpraxis, Vertreter des Medizinischen Dienstes der Krankenkassen (MDK) und einiger stationärer Einrichtungen sowie Betroffene, organisiert in den Selbsthilfegruppen. Gemeinsam diskutierten sie über psychosoziale Aspekte in der Behandlung des Diabetes mellitus.

 

Experten aus der Landesversicherungsanstalt Sachsen, dem MDK und der BARMER Ersatzkasse erläuterten den Einfluss des Diabetes mellitus auf die Leistungsfähigkeit bzw. die Arbeitsfähigkeit des Patienten und damit die Bedeutung als Kostenfaktor im Gesundheitswesen. Frau Dr. Woitek, als niedergelassene Diabetologin der DDG, machte noch einmal die Bedeutung der Disease-Management- Programme für Patienten und den behandelnden Arzt deutlich. Frau Rodigast, Psychologin im Fachklinikum Brandis und Mitglied des Diabetesteams, stellte das Thema „Krankheitsbewältigung bei der Behandlung des Diabetes“ vor und betonte den Stellenwert der psychischen Komponente bei der Behandlung dieser Erkrankung.

 

Unterstützung erfuhr das Symposium durch verschiedene Firmen, die durch eine Industrieausstellung diesen Tag begleiteten und damit sowohl Ärzten als auch Patienten wertvolle Hinweise auf neue Therapiestrategien geben konnten. Insgesamt diente das Symposium dazu, offene Fragen seitens der Patienten zu klären und die Bedeutung der psychosozialen Problematik auf allen Ebenen der Diabetestherapie zu betonen. Vertreter der Krankenkassen, der Rentenversicherung, der hausärztlich tätigen Internisten und der stationär tätigen Kollegen waren sich darüber einig, dass nur durch eine sinnvolle Zusammenarbeit der an der Behandlung beteiligten Teammitglieder ein positiver Behandlungserfolg für den Patienten zu erzielen ist. Einhellig wurde der Wunsch laut, dass weitere solche Veranstaltungen stattfinden sollten, um die Zusammenarbeit zwischen den einzelnen Therapeuten zu intensivieren und Probleme in der Behandlung offen anzusprechen.

 

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Autor: Dr. med. Kirsten Pirlich