Ärztlicher Direktor
Fachklinikum Brandis
Dr. med. Dipl.-Psych.
Th. Müller-Holthusen
Am Wald
04821 Brandis
Tel.: 034292 / 84-0
Fax: 034292 / 84-700
E-Mail: info(at)
fachklinikum-brandis.de


Interdisziplinäre Zusammenarbeit gefragt
Das diabetische Fußsyndrom ist eine der gefährlichsten Folgeerkrankungen des Diabetes mellitus. Die Versorgung der betroffenen Patienten ist jedoch weder qualitativ ausreichend noch flächendeckend vorhanden. Der Hauptgrund dafür liegt nach Meinung von Experten in der fehlenden Interdisziplinarität der verschiedenen Fachbereiche. Denn nur bei einem abgestimmten Zusammenspiel der einzelnen Behandlungsebenen und notwendigen Fachkompetenzen sowie bei intensiver Mitarbeit des Patienten können ausgeprägte Behinderungen vermieden werden. Im Rahmen des Symposiums „Diabetisches Fußsyndrom - eine interdisziplinäre Herausforderung“ am 30. September 2000 wurde die sich noch im Aufbau befindliche Fußambulanz im Fachklinikum Brandis vorgestellt.
„Die Fußambulanz schließt aus unserer Sicht nicht nur eine rein medizinische Lücke, sondern behandelt den Patienten als biopsychosoziale Einheit“, erklärt Dr. med. Volker Rust, Ärztlicher Direktor des Fachklinikums Brandis und Initiator der Fußambulanz. „Bio“ steht für Diagnostik und Therapie und ist die Grundlage einer optimalen Behandlung, „psycho“ zielt auf die enge Zusammenarbeit von Arzt und Patient ab, während „sozial“ die Einordnung und Integration des Patienten in die Gesellschaft beinhaltet.
Gerade die Pflege der diabetischen Fußläsion ist von großer Bedeutung. Es handelt sich dabei um eine medizinische Pflege, die sowohl stationär als auch ambulant durch entsprechendes Fachpersonal durchgeführt werden muss. Eine qualitativ hochwertige Konsiliartätigkeit sei ebenfalls erforderlich, so Rust. Dies bedeute, dass Diabetologen, Neurologen, Dermatologen, Gefäßspezialisten, Orthopäden und vor allem Psychologen eng zusammenarbeiten müssen. Geplant hat das Fachklinikum Brandis, innerhalb des Deutschen Diabetikerverbundes (Landesverband Sachsen) eine Selbsthilfegruppe für Patienten mit Diabetischem Fußsyndrom einzurichten. Anlaufstelle soll die Fußambulanz im Fachklinikum selbst sein.
„Für uns ist es wichtig mitzuhelfen, Betreuungslücken bei der Behandlung von Diabetespatienten zu schließen“, so Rust. Und genau dieses Ziel verfolgt das Fachklinikum mit dem Aufbau einer speziellen Fußambulanz.












