Diabetische Polyneuropathie
   

Erste Warnzeichen beachten: Spezialisten plädieren für eine frühe Diagnosenstellung bei der diabetischen Polyneuropathie

Als „Ameisenlaufen“ oder „Pelzigkeitsgefühl“ beschreiben Patienten häufig die ersten Anzeichen der Polyneuropathie, einer Folgeerkrankung des Diabetes mellitus. Bei fortgeschrittener Schädigung der Nerven können sogar vermehrt Taubheitsgefühle und Lähmungen in den betroffenen Körperregionen auftreten.

 

„Die Diagnose ‚Diabetische Polyneuropathie’ sollte so wie früh wie möglich gestellt werden“, erklärt Dr. Harald Kissel, Neurologe aus Ottobrunn bei München. Der Grund: Im frühen Stadium seien die Heilungschancen einer diabetischen Polyneuropathie besonders günstig. Deshalb sollten Diabetespatienten von den behandelnden Hausärzten regelmäßig nach den Symptomen einer beginnenden Polyneuropathie befragt werden. Die Untersuchungen, die bei Diabetikern zweimal im Jahr erfolgen sollten, seien mit einfachen Mitteln in jeder Praxis möglich, sagte Kissel. Bei auffälligem Befund sei eine Messung der Nervenleitgeschwindigkeit direkt zu veranlassen.

 

 

Autor: Dr. med. Norbert Pieles

 

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