Ärztlicher Direktor
Fachklinikum Brandis
Dr. med. Volker Rust
Am Wald
04821 Brandis
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Fax: 034292 / 84-700
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Ein zu hoher Zuckerspiegel schädigt Nervenzellen und feine Blutgefäße. Daher können als Folge eines nicht ausreichend behandelten Diabetes Erkrankungen der Augen, Nieren sowie des Herz- Kreislaufsystems auftreten.
Retinopathie
Ein schlecht eingestellter Blutzuckerspiegel führt zur Schädigung der kleinsten Blutgefäße - der so genannten Mikroangiopathie. Unter anderem sorgen diese feinen Gefäße für eine ausreichende Durchblutung der Netzhaut. Ist die Blutzufuhr gestört treten Veränderungen der Augenhintergrundes z.B. Narbenbilung auf, was im schlimmsten Fall zur Erblindung führt.
Nephropathie
Auch die Nieren leiden unter der diabetischen Mikroangiopathie:
Sie verlieren aufgrund langfristig schlecht eingestellter Blutzuckerwerte ihre Filterfunktion - Nierenschädigung bis hin zu Nierenversagen können die Folge sein.
Neuropathien
Auch für die Nerven sind entgleiste Blutzuckerspiegel schädlich. Sind die Nerven geschädigt, treten Empfindungsstörungen auf. Sie beginnen in der Regel an den unteren Gliedmaßen. In Kombination mit den Durchblutungsstörungen an den Beinen sowie der erhöhten Infektionsanfälligkeit bei Diabetes können sie zum diabetischen Fußsyndrom führen. Aufgrund des herabgesetzten oder gar fehlenden Schmerzempfindens werden Wunden zudem oftmals nicht rechtzeitig bemerkt. Hinzu kommt eine gestörte Wundheilung: Geschwüre (Ulcera), Wundfäule (Gangrän) und das Absterben von Gewebe (Nekrose) können folgen, was in einigen Fällen eine Amputation unumgänglich macht.
Herz- und Kreislauferkrankungen
Diabetes mellitus ist auch mit einem erhöhten Arteriosklerose-Risiko, speziell für die koronare Herzkrankheit, Schlaganfall und die periphere arterielle Verschlusskrankheit verbunden. Hauptursache dieser Folgeerkrankungen ist auch hierbei die Schädigung der kleinen und großen Blutgefäße (Mikro- bzw. Makroangiopathie) durch einen zu hohen Blutzuckerspiegel.
Autor: Dr. med. Kerstin Pirlich













