4. Brandiser Tinnitustag
   
Tinnitus am Fachklinikum Brandis

Umfragen zufolge hat jeder Vierte schon einmal Ohrgeräusche wahrgenommen, sei es in Form von Klingeln, Pfeifen oder Rauschen. Durch welche Therapiemaßnahmen sich die Gefahr einer Chronifizierung dieser akuten Ohrgeräusche effektiv vermeiden lässt, ist Thema des 4. Brandiser Tinnitus-Tages, der am Samstag, den 21. April 2007, im Fachklinikum Brandis stattfindet.

 

Dem akuten Tinnitus liegt oft ein äußerst komplexes und schwer durchschaubares Ursachengeflecht zugrunde. Eine enge interdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Ärzten und Therapeuten ist also besonders entscheidend, da Diagnostik und Behandlung in eine Grauzone zwischen Hals-Nasen-Ohren-Heilkunde, Psychosomatik, Neurologie und Innere Medizin fallen. Die ganzheitliche (kombinierte) und vor allem auch individuell zentrierte Anwendung bekannter diagnostischer und therapeutischer Verfahren stellt somit eine erfolgsversprechende Möglichkeit dar, frühzeitig Hilfe anzubieten. Es empfiehlt sich daher die stationäre Aufnahme in einer Spezialklinik, wenn sich nach den ersten Wochen ambulanter Behandlung kein Therapieerfolg einstellt. Dort können Ärzte aus verschiedensten Fachbereichen schnell und kompetent Ursachen abklären, die notwendigen Therapiemaßnahmen einleiten und kontrollieren.

 

Zu diesem Thema konnten für das zum vierten Mal stattfindende wissenschaftliche Symposium erfahrene Tinnitusspezialisten und Praktiker unterschiedlicher Fachrichtungen gewonnen werden, die die effektivsten diagnostischen und therapeutischen Maßnahmen ihres Fachgebietes darstellen werden. Unter ihnen ist auch der Chefarzt des Fachklinikums Brandis und Leiter des dort ansässigen Akut-Tinnitus-Kompetenzzentrum, Dr. med. Volker Rust, der in seiner Funktion als Hyperbarmediziner über die Chancen und Möglichkeiten einer HBO-Therapie bei akutem Tinnitus berichten wird.

 

Bei dem Akut-Tinnitus-Kompentzzentrum am Fachklinikum Brandis handelt es sich um eine Spezialklinik, deren besonderes Merkmal eben diese HBO-Therapie ist und einen wesentlichen Bestandteil der dortigen Behandlungsprogramme darstellt. Zweck dieser Therapiemaßnahme ist es, den Sauerstoffgehalt im Blut aufgrund des erhöhten Umgebungsdruckes um das 10- bis 15-fache zu erhöhen. Damit ist HBO-Therapie bei einem Tinnitus im Akutstadium besonders geeignet, da ein Sauerstoffmangel als wahrscheinlicher Auslöser angenommen wird.