Newsletter 3
  Aktuelles

Neues aus der Forschung: Transkranielle Magnetstimulation

besprechung_1.jpg

An einer neuen Therapie für Patienten mit chronischem Tinnitus arbeiten Wissenschaftler der Universität Regensburg. Dr. med. Tobias Kleinjung und seine Kollegen untersuchen, ob die transkranielle Magnetstimulation zur Milderung des Tinnitus geeignet ist. Dabei wird mit einer so genannten Stimulationsspule von außen ein Magnetfeld am linken Schläfenlappen erzeugt. Das Magnetfeld dringt durch den Schädel in die darunter liegenden Nervenzellen des Gehirns und reguliert die Vielzahl der elektrischen Ströme. Die Wissenschaftler bezeichnen ihre Therapie als repetitive transkranielle Magnetstimulation (rTMS).

 

Wenngleich erste Ergebnisse bei einer bislang sehr kleinen Zahl von Patienten ermutigend ausfielen, stehen Langzeitergebnisse von größeren Patientengruppen noch aus. Gleiches gilt für implantierte Hirnschrittmacher, die beispielsweise an der Universitätsklinik in Antwerpen einer kleinen Zahl von Patienten eingesetzt wurden.

 

 

Chronischer Tinnitus: Alle Therapiemöglichkeiten ausschöpfen

HBO_06_Kopie.JPG

Die größte Gefahr von Tinnitus liegt in seinem potentiell chronischen Verlauf. Konnten die Symptome in den ersten 6 Monaten nicht wirkungsvoll bekämpft werden sinkt die Aussicht auf Heilung. Doch auch dann sollten noch alle therapeutischen Möglichkeiten ausgeschöpft werden, meint Dr. Rust. Oftmals, so der Ärztliche Direktor weiter, lässt sich zumindest eine Linderung der Symptome erzielen. Darüber hinaus geht es im chronischen Stadium aber vor allem darum Begleiterkrankungen, die durch die psychische und nervliche Belastung auftreten, gezielt zu behandeln und gemeinsam mit dem Patienten einen Weg zur Krankheitsbewältigung zu finden. Eine interdisziplinär ausgerichtete Klinik wie das Fachklinikum Brandis ist auch hierfür bestens gerüstet.

 

 



<-- zur Übersicht